Die neue WRS bereitet die Schülerinnen und Schüler von Anfang an auf den Mittleren Bildungsabschluss vor.

• Stichwort „Neue Lernformen" - Das Anbahnen von reflexiver Kompetenz und das Ausprägen metakognitiver Kompetenzen sind gleichermaßen wichtig, wie alle Persönlichkeitsstärkenden Maßnahmen. Schüler müssen ins Denken kommen, das muss geübt, angebahnt werden, sie müssen Lernstrategien entwickeln und Lernerkenntnisse formulieren können. Gleichermaßen müssen sie als Person gestärkt werden durch Wertschätzung, Achtung, Toleranz und zum selbstständigen Denken und Handeln angeleitet werden.
Lernen im Fokus der Kompetenzorientierung beinhaltet das individuelle Fördern in der Schule durch Beobachten, Beschreiben, Bewerten und Beurteilen. Die Entwicklung einer reflexiven Lernkultur befördert das nachhaltige Lernen. Projektartiges Arbeiten, Demokratieerziehung und Präventionsarbeit sind ebenfalls wesentliche Eckpunkte im Schulcurriculum.


• Stichwort „Ermutigung" – Die Haltung der Lehrenden und gezielte Lernangebote geben Strukturhilfen und sind Motivation, vor allem für Jugendliche aus bildungsfernen Familien Psychosoziale und emotionale Faktoren beeinflussen die Lernfähigkeit der Jugendlichen gleichermaßen, wie die wirtschaftliche Situation der Herkunftsfamilie. Es ist nicht die Tatsache, dass Deutsch als Zweitsprache gelernt wird, sondern das soziale Milieu der Herkunftsfamilie, das den Bildungserfolg bestimmt.

• Stichwort „Netzwerke und Kooperationspartner sowie Berufswegeplanung" - Für die Lernenden der WBS ist vor allem ein Netzwerk an Beratungs- und Hilfeeinrichtungen relevant. ASD, Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, AIM und ein fundiertes Konzept für die Berufswegeplanung, sollen die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen befördern. Chancengleichheit und Bildungsteilhabe für besonders benachteiligte Jugendliche erfordert ein besonderes Augenmerk und benötigt besondere Hilfen und Kooperationen (LIONS; LoLa, Berufseinstiegsbegleiter, Lernpaten ...). Vielfältige Kooperationen, aber auch die Optimierung der Angebote innerhalb der GTB/FZG (Jugendbegleiter neu zu rekrutieren, sinnstiftende Angebote auszuweiten) sind wichtig. Je mehr verbindliche Strukturen und engagierte Menschen einer Konzeption folgen, desto stärker die Orientierung für die Lernenden.

• Stichwort „Diagnoseinstrumente der WRS" – durch Online-Diagnose ab Klasse 5, AC-Kompetenzanalyse in Klasse 7, Projekte und Wahl der Fächerverbünde ab Klasse 8, sowie zuletzt der neuen Wahlmöglichkeiten HAP/WRS-Abschluss, sollen die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung zur Selbstständigkeit begleitet werden. Im Schuljahr 2012/13 hat die WBS erstmals eine 10. Klasse eingerichtet. Schülerinnen und Schüler können so entweder das Modell 9 + 1 (Hauptschulabschlussprüfung) bzw. die Werkrealschulprüfung nach Klasse 10 anstreben.

• Stichwort Vorbereitungsklasse-Die Nachfrage an VKL-Schülern ist enorm und wird voraussichtlich künftig weiter benötigt: Sprache ist der Schlüssel für eine gute Integration und die Voraussetzung für schulischen Erfolg und damit Bildungsteilhabe.

Soziales Lernen / Prävention / Training von prosozialem Verhalten.
Hierzu wurden bereits in der Vergangenheit viele Aktivitäten und Projekte durchgeführt (z. B. LIONS-QUEST). An diesen bewährten Projekten soll festgehalten werden. Gleichzeitig wollen wir uns enger aufeinander abstimmen („verzahnen"). Im Zeitalter der „Vernetzung" ist ein aufeinander aufgebautes Handeln besonders wichtig. Ohne classroom-management geht es nicht: Klassenrat, Feedback-Kultur, Anbahnen von reflexiver Kompetenz sind hier wesentlich zu nennen.
Das soziale Lernen, die Stärkung der personalen und sozialen Kompetenz bei Grund- und Werkrealschülern, sämtliche Präventionsmaßnahmen und die t ä g l i c h e Erziehungs- bzw. Beziehungsarbeit sind als Basis für alle aufbauenden Lehr-Lern-Aktivitäten anzusehen. Dieser pädagogischen „Sysphos"-Arbeit gilt es sich mit heiterer Gelassenheit jeden Tag neu zu stellen. Unsere Schulsozialarbeiterinnen unterstützen hierbei wesentlich.

Betriebspraktika stellen an der Wartbergschule einen wesentlichen Bestandteil der Berufswegeplanung ein. Sie bieten eine Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler Einblick in das Berufsleben zu erhalten und verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Betriebspraktika sind aber vor allem eine Möglichkeit, ohne Vertragsbindung einen Beruf auszuprobieren und herauszufinden, ob der Beruf gefällt oder nicht bzw. ob man selbst für den Beruf geeignet ist oder nicht. Idealerweise können sich über die Betriebspraktika auch Kontakte zu Betrieben ergeben mit einer Option, dort vielleicht nach dem Schulabschluss eine Ausbildung zu machen.

Zwei Betriebspraktika finden in der 8. Klasse statt. Schülerinnen und Schüler, die einen Werkrealschulabschluss an der Wartbergschule machen, absolvieren noch ein weiteres Praktikum in Klasse 10.